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Feedback – konstruktive Kommunikation

Feedback – konstruktive Kommunikation

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Was ist ein gutes Feedback eigentlich? FĂŒr wen ist es richtig und wichtig und wie kann es unsere Kommunikation und unser Zusammenleben und -arbeiten verbessern?

Der Begriff, den wir sofort mit unserem beruflichen Umfeld in Verbindung bringen, bedeutet im Allgemeineren eine RĂŒckspiegelung der empfundenen Wahrnehmung oder Beurteilung des Handelns aus perspektivisch anderer Sicht. Das kann kontrovers sein oder aber auch unterstĂŒtzend. Eine RĂŒckspiegelung ist in erster Linie eine eigenstĂ€ndige Form der Kommunikation, bei der die unabhĂ€ngigen, subjektiven EinschĂ€tzungen des Verhaltens und der Erwartungen an einen anderen Menschen beurteilt werden – aus der eigenen Perspektive eben.

Die RĂŒckspiegelung wird oftmals als hierarchische Kommunikationsform gesehen, soll meinen – ein Vorgesetzter beurteilt einen Mitarbeiter, aber tatsĂ€chlich ist es viel mehr. Es kann in jeder zwischenmenschlichen Art von Kommunikation stattfinden.

Eine RĂŒckmeldung ist ein echter Austausch und Abgleich unterschiedlicher, individueller Positionen. Eine Reaktion auf Erlebtes – aus der eigenen Befindlichkeit, den eigenen Erwartungen und der eigenen Überzeugung heraus.

Doch wie gibt man echtes, gutes Feedback und warum ist es so wichtig?

Verhalten oder Leistung sind Gegenstand der RĂŒckmeldung

Im beruflichen Kontext ist es grundsĂ€tzlich wichtig, die Beurteilung auf konkrete Aktionen zu begrenzen, die direkt einer Person zugeordnet werden können. Insbesondere bei einer kritischen RĂŒckmeldung ist es sehr wichtig, nicht die Person als solche zu kritisieren, sondern eben nur eine ganz konkrete Handlung, ein Ergebnis, ein bestimmtes Vorgehen etc.

Dies schĂŒtzt die Vertrauensbasis zwischen den Personen und die sensible AtmosphĂ€re eines KritikgesprĂ€ches bleibt stabilisiert, da die RĂŒckmeldung die betreffende Person nicht persönlich in Frage stellt.

Ausdruck der eigenen Wahrnehmung

ZunĂ€chst einmal ist eine RĂŒckmeldung eine subjektive, persönliche EinschĂ€tzung. Sie sollte als “Ich-Botschaft” vermittelt werden und gibt damit dem Feedbacknehmer die Freiheit, die Botschaft selbst einzuordnen. FĂŒr den Geber ist die eigene Wahrnehmung eine RealitĂ€t, die der Nehmer auch als begrenzte persönliche EinschĂ€tzung und Beurteilung verstehen soll. Wie er diese einordnet und wie er mit ihr umgeht, bleibt ihm selbst ĂŒberlassen. Es empfiehlt sich, dies in den Formulierungen klar zu kommunizieren und ĂŒber geeignete Einleitungen im GesprĂ€ch zu transportieren.

Die möglichst neutral formulierte “Ich-Botschaft”, die sich auf konkretes Verhalten oder eine konkrete Leistung bezieht, bewirkt, dass die Kritik den Adressaten nicht persönlich angreift und vermeidet ein direktes Abgleiten in den Rechtfertigungsmodus.

Dies gilt es unbedingt zu vermeiden, da es die Basis fĂŒr eine konstruktive und lösungsorientierte GesprĂ€chsfĂŒhrung zerstört. Gute Eingangsformulierungen können z. B. sein:

  • ” Ich habe bemerkt
 “
  • ” Mir ist aufgefallen 
 “
  • ” Ich stellte fest 
 “

Ausdruck der Wirkung

Eine Beurteilung der Feststellungen findet dann erst in einem zweiten Schritt statt. Hierbei kann man sowohl auf rein sachlicher Ebene formulieren (z. B. ” 
 das hatte zur Folge
 “) oder auch eine emotionale Wirkung (z. B. ” 
 ich fĂŒhlte mich dadurch 
 “) zum Ausdruck bringen.

Durch die konkrete sachliche oder persönliche Formulierung der Wirkung kann sie vom Adressaten nicht als falsch zurĂŒckgewiesen werden. Sie beruht auf einer persönlichen EinschĂ€tzung und hilft, den Modus der konstruktiven GesprĂ€chsfĂŒhrung aufrecht zu erhalten. Sie hilft dem Feedback-Nehmer, zu verstehen, warum ein bestimmtes Verhalten oder eine Vorgehensweise geĂ€ndert werden soll.

Formulierung eines Wunsches

Im Anschluss an die klar formulierte Wirkung kann dann der Wunsch zu einer konkreten HandlungsĂ€nderung folgen. Dies sollte konstruktiv und positiv entwicklungsgerichtet ausgedrĂŒckt werden. Jedoch ist in einer beruflichen Situation eine Bitte oder ein Wunsch oft nicht ausreichend und es bedarf der Formulierung einer konkreten Erwartung.

Hier bieten sich verschiedene Ausdrucksformen an, die dem Adressaten konkret zeigen, wie man sich eine HandlungsÀnderung vorstellt. Geeignet wÀren hier z. B.:

  • ” Ich erwarte von Ihnen
. “
  • ” Ich rate Ihnen
 “
  • ” Ich schlage Ihnen vor
 “

Diese Formulierungen erlauben, eine konkrete und bestimmte Erwartungshaltung auszudrĂŒcken, ohne jedoch direkt Druck auf den Adressaten in Form eines ” Sie mĂŒssen 
 ” auszuĂŒben. Es vermeidet eine spontane Abwehrreaktion und hilft dem Adressaten, die Erwartung zu akzeptieren und ggf. aus eigener Überzeugung eine VerĂ€nderung zu bewirken.

Eine Vereinbarung treffen

Wichtig ist es auf jeden Fall, das GesprĂ€ch mit einer konkreten Vereinbarung ĂŒber die zukĂŒnftige HandlungsĂ€nderung zu beschließen. Die konkrete Vereinbarung hilft, das zukĂŒnftige Handeln zu bewerten und mit der Vereinbarung abzugleichen. Dies hilft beiden Seiten, eine gemeinsame Grundlage fĂŒr die Beurteilung der zukĂŒnftigen AktivitĂ€ten zu schaffen und dient auch als Vorlage fĂŒr kommende GesprĂ€che, in denen die Fortschritte dann beurteilt werden können.

Generell: Nach den Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation handeln (GFK)

Die Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg helfen, eine konstruktive, positive und wertschÀtzende Kommunikation aufzubauen. Im Mittelpunkt des Ansatzes stehen Werte wie AuthentizitÀt, Empathie, Selbst-KlÀrung, Win-Win-Lösungen, emotionale und soziale Kompetenz sowie Teamkompetenz.

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